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/ Neuregelung der Kraftfahrzeugsteuer für Wohnmobile und Geländewagen Größe und Schadstoffausstoß entscheiden die Steuer

Leistungsbeschreibung

Die vom Bundestag beschlossene Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetz sieht vor, dass Wohnmobile, Geländewägen und sogenannte Kombinations- und Mehrzweckfahrzeuge einer höheren Besteuerung unterliegen.

Für Wohnmobile wurde eine eigenständige Fahrzeugkategorie in das Gesetz eingefügt. Hiernach werden rückwirkend ab dem 1. Januar 2006 alle Wohnmobile entsprechend ihrem zulässigen Gesamtgewicht und ihrem Schadstoffausstoß besteuert.

Für Geländewagen und sogenannte Kombinations- und Mehrzweckfahrzeuge, wie u. a. Großraum-Limousinen, Pick-up-Fahrzeuge und Kleinbusse, hat der Gesetzgeber eine noch weitergehende Veränderung beschlossen: Sofern diese Fahrzeuge vorrangig zur Beförderung von Personen dienen ? und somit als PKWs gelten ? wird wie bei herkömmlichen PKWs nach Hubraum und Schadstoffausstoß besteuert. Allerdings wird diese Besteuerung rückwirkend ab dem 1. Mai 2005 wirksam.

Allein in Rheinland-Pfalz sind hiervon rund 50.000 Fahrzeuge betroffen. Darunter mehr als 30.000 Geländewagen und 18.000 Wohnmobile.

Die Finanzämter werden die gesetzlichen Änderungen bei Neuanmeldungen und Ummeldungen für die Wohnmobile ab April, für alle anderen Fahrzeuge ab März 2007 berücksichtigen. Die Halter bis heute angemeldeter Fahrzeuge, auch Saisonfahrzeuge, erhalten einen Änderungsbescheid, bei der die Steuer rückwirkend auf den 1. Mai 2005 bzw. 1. Januar 2006 neu festgesetzt wird. Dadurch wird es in vielen Fällen zu einer erheblichen Steuernachforderung kommen.
Die gesetzlichen Änderungen treffen auch Halter, die ihr Fahrzeug nach dem jeweiligen Stichtag abgemeldet haben.