Mühle

Die Harthäuser Mühle wurde von Wilhelm Schmid im Jahre 1920 auf dem Grundstück von Katharina Schütt, geb. Hoffmann (Schwiegermutter), erbaut. Sie war eine Roggenmühle und die erste elektrisch betriebene Mühle in Rheinland-Pfalz. Sie war mit mehreren großen Walzenstühlen ausgestattet; der Mahlbetrieb lief auch bei Nacht.
Dem Mühlengebäude wurde später ein turmförmiger Getreidespeicher und ein Büroanbau zugefügt. Die Mühle grenzte direkt an den Bahnhof. Im Mühlengehöft wurde in Folge ein Wohngebäude in Bauformen der 20er Jahre errichtet (sparsamer Bauhausstil).
Der Mühlenbetrieb florierte ca. 35 Jahre. Nach dem Krieg, im Rahmen des großen Mühlensterbens, hatte auch die Roggenmühle von Wilhelm Schmid keine Zukunft mehr. 1959 wurde dann der Mühlenbetrieb eingestellt. Über die Stilllegung hinaus blieb aber die Mühle noch eine Reihe von Jahren Annahmestelle für Getreide der Harthäuser Bauern. Das Getreide wurde an entsprechende Abnehmer weitergeleitet.
Der Standort der Mühle orientierte sich am Bahnhof der Lokalbahn Speyer-Neustadt (Pfefferminzbähnl).

© Repro: Kurt Keller

Pfefferminzbähnel - Mit Dampf nach Speyer und Neustadt
Text von Kurt Keller (Entnommen aus der Festschrift 750 Jahre Harthausen)

Die Genehmigung zum Bau und Betrieb der Lokalbahn Speyer-Geinsheim, dem ersten Bauabschnitt der Verbindung Speyer-Neustadt, wurde „mit Allerhöchster Konzessionsurkunde vom 2. Juli 1903 Nr. 4892"erteilt.

Am Samstag, dem 26. August 1905, um 4.15 Uhr, ging die Eröffnung des ersten Teils der Bahnstrecke in Geinsheim vonstatten. Die Schmalspurbahn, die Geleise hatten eine Breite von genau einem Meter, fuhr auf der 19,1 Kilometer langen Strecke zwischen Speyer und Geinsheim die fünf Ortschaften Harthausen, Schwegenheim, Weingarten, Freisbach und Gommersheim an. Dudenhofen passierte das Pfefferminzbähnel ohne Halt.

Ursprünglich verfügte die Aktiengesellschaft für die Strecke über drei Lokomotiven, drei Post- und Gepäckwagen, drei Personenwagen mit Abteilen zweiter und dritter Klasse, fünf Personenwagen dritter Klasse, vier gedeckten sechs offenen Güterwagen, ein paar Schemelwagen für Langholztransporte und zehn Rollschemel zur Beförderung von normalspurigen Wagen, die geladen oder leer von der Vollbahn auf Stationen der Schmalspurbahn übergehen sollten.

Zur Postbeförderung wurden je drei Züge beider Richtungen in Anspruch genommen, weshalb die Land-Post, die über die „Chausee“ führte, eingestellt werden konnte. Die Rückfahrkarte dritter Klasse von Speyer nach Harthausen kostete 40 Pfennige, nach Schwegenheim 55 Pfennige, nach Weingarten 75 Pfennige, nach Freisbach 8 Pfennige, nach Gommersheim 90 Pfennige und nach Geinsheim eine Mark.

Das Zugbegleitungspersonal bestand aus einem Lokomotivführer, einem Heizer, einem Zugführer und einem. Wagenwärter. Mit Rücksicht darauf, dass der erste Zug der Strecke täglich in Geinsheim auf Fahrt ging, musste das gesamte Personal seine Wohnungen in Geinsheim nehmen.

In dem Bericht eines Speyerer Presseorgans heißt es, dass sich die Eröffnung der Schmalspurbahn Speyer-Geinsheim ohne jede Feierlichkeit vollzogen habe: „Der 5.15 Uhr von Geinsheim hier (in Speyer) eintreffende Zug brachte nur sechs Passagiere, da die Arbeiter noch im Besitz von Monatskarten sind für die andere Route. Der zweite Zug 7.45 Uhr war besser besetzt. Eine zahlreiche Menschenmenge hatte sich am Lokalbahnhof eingefunden“.

Der zweite Abschnitt der Lokalbahn Speyer-Neustadt, nämlich der Sektor Geinsheim-Neustadt wurde am 31. Oktober 1908 feierlich in Betrieb genommen. Als der Personenzug, der im Gäubahnhof Neustadt Punkt 6 Uhr abgefahren war, die Bahnhöfe Lachen, Duttweiler und Geinsheim erreichte, waren dort Triumphbogen aus Tannengrün errichtet. In Lachen, vor allem aber in Duttweiler und Geinsheim, war fast das halbe Dorf beim Eintreffen des Zuges anwesend.

Während der Packwagen, ein Wagen der zweiten, zwei Wagen der dritten und drei Wagen der vierten Beförderungsklasse um 6.30 Uhr weiter nach Speyer gezogen wurden, koppelte die Lokomotive fünf Minuten später einen in Richtung Neustadt fahrenden Zug an. In Geinsheim stiegen ca. 50, in Duttweiler 40 und in Lachen 15 Personen ein. Mit Ausnahmen von fünf Fahrgästen nahmen alle anderen die vierte Wagenklasse. Bei der Rückfahrt wurde die Maschine in Duttweiler mit einer riesigen Brezel geschmückt. Die Kinder dieses Dorfes profitierten von der Bahneröffnung insofern, als 600 Brezeln an sie ausgeteilt wurden.

Die Schmalspurbahn tat über 50 Jahre lang ihre Dienste, bis die Deutsche Bundesbahn am 2. Juni 1956 die „Bahnlinie 282 a Speyer-Neustadt" stilllegte. An diesem Tag ging das „Pfefferminzbähnel" letztmals fahrplanmäßig auf die Strecke. Fortan wurde der Pendelverkehr zwischen den Knotenpunkten Neustadt und Speyer per Bahnbus betrieben.

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